Ein Vater schiebt seinen lachenden Sohn mit einem Rollstuhl spazieren
Erfahrungsbericht Therapiepark Rheinland

Therapiepark Rheinland –

tierisch gut lernen

Mein Name ist Katharina, ich bin 15 Jahre alt und habe seit meiner Geburt eine infantile Cerebralparese. Dadurch habe ich schon verschiedene Therapieformen kennengelernt. Neben klassischen Therapien wie Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie, die mich auch weiterhin begleiten, habe ich an mehreren Intensivtherapien teilgenommen. Therapien, in denen Tiere, wie z.B. der Delphin oder ein Pferd zum Einsatz kamen, haben mir immer viel Freude gemacht. Sie motivieren mich, selbst wenn es einmal schwierig wird, nicht aufzugeben, sondern dran zu bleiben, um meine Ziele zu erreichen.

Einrichtungen, die Tiere gezielt in die Therapie einsetzen, gibt es noch nicht viele und bisher musste meine Familie mit mir weit reisen, um mir solche Therapien zu ermöglichen. Meine Mutter hat über eine Curacao - Facebook-Gruppe vom Therapie Park gehört und gleich Kontakt aufgenommen. Daher haben wir uns sehr gefreut, dass es nun auch ein tiergestütztes Zentrum ganz in der Nähe in Düsseldorf gibt.

Als wir den Therapie Park zum ersten Mal besuchten, habe ich mich sofort wohl gefühlt, nicht nur wegen den verschiedenen Tieren, die ich kennenlernen durfte, sondern auch wegen der vielen Möglichkeiten dort. Besonders der große Garten mit seinen riesigen Bäumen, dem Trampolin und den verschiedenen Schaukeln, aber auch der Werkraum mit all den Bastelmöglichkeiten hatte es mir angetan.

Es war also schnell klar, dass ich mich für eine Therapie hier interessierte.

Meine erste Therapie fand im Rahmen einer einwöchigen Intensivtherapie statt. Täglich bekam ich zwei Stunden Therapie, in der ich an der Verbesserung meiner Selbständigkeit, dem Einsatz meiner Hände und am Gehen arbeiten konnte.

Da ich bereits nach einer Woche nicht nur tolle Fortschritte gemacht, sondern auch viel Spaß dabei hatte, entschieden wir uns dazu, die Therapie im Therapie Park fortzusetzen.

Jetzt komme ich bereits seit über zwei Jahren regelmäßig einmal in der Woche zur Therapie. In der Zeit habe ich einige kleine und große, vierbeinige Freunde dazu gewonnen. Besonders die Hunde Nala und CoCo, aber auch Dilli, das Pferd habe ich ins Herz geschlossen. Auch wenn sie und die Therapeuten hin und wieder ganz schön verrückte Ideen haben, fühle ich mich sehr wohl mit ihnen, weil ich mit meinen ganz eigenen Wünschen aber auch Ängsten und Sorgen ernst genommen werde. Gemeinsam mit ihnen und der Unterstützung der Tiere, habe ich viel Selbstvertrauen gewonnen. Ich habe Ängste überwunden und erschrecke nicht mehr so leicht. So bin ich in vielen Positionen sicherer geworden und traue mir mehr zu. Ich kann jetzt die Kleintiere füttern ohne schreckhaft zu sein und meine Hand aufgrund der einschießenden Spastik zurückzuziehen. Ich kann alleine auf dem Pferd sitzen und dabei sogar eine kleine Strecke im Trab reiten. Durch den vermehrten Einsatz meiner Hände kann ich mich selbständig an- und ausziehen, sowie den Rollstuhl schneller bedienen. Durch das Reiten habe ich viel mehr Kraft im Rumpf und kann dadurch mit Hilfe viel besser laufen. Das sind nur wenige der vielen Ziele, die ich Dank der Hilfe des Therapie Parks geschafft habe.

Auch über die Therapie hinaus wurden ich und meine Familie immer sehr gut vom ganzen Team des Therapie Parks betreut, beraten und versorgt. Ich bin sehr stolz auf meine Fortschritte und sehr dankbar was ich mit deren Hilfe alles erreichen konnte.

Eine lachende Frau sitzt mit einem Mädchen und zwei Hunden in einer Korbschaukel