eine Gruppe Kinder sitzt mit einer Lehrerin an einem Tisch, ein junge im Rollstuhl schreibt gerade
Schule und Erziehung

Schule und Erziehung

Inklusion an Schulen

Edelsteine oder Stolpersteine?

Mit dem Begriff "Inklusion" verbinden wir, neben der gesellschaftliche Eingliederung von Menschen fremder Nationalitäten, auch die Einbeziehung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen in das ,,normale" gesellschaftliche Leben in die Lebensbereiche der Schule, Arbeit und Freizeit.

Besondere Bedürfnisse?

Inklusion meint eigentlich, dass jedes Kind besondere Bedürfnisse und besondere Fähigkeiten hat und es die Aufgabe der Schule ist, diese besonderen Bedürfnisse und Fähigkeiten angemessen zu berücksichtigen, damit sich jedes Kind möglichst optimal zu einer autonomen, selbstsicheren und mündigen Person entwickeln kann.

Dieses setzt natürlich die notwendigen Fachkenntnisse in verschiedensten Bereichen, ständige Weiterbildung und vor allem den festen Willen aller Beteiligten voraus!

Wobei wir Ihnen helfen

  • Inklusion an Schulen
  • Schulen mit Internat
  • Medizinische Lerntherapie
  • Klinische Lerntherapie
  • Förderangebote
  • Coaching
  • Mobbingberatung
  • Vereine
  • Verbände

Inklusion ja oder nein?

M. E. kann man die Frage zur Inklusion nicht mit einem klaren Ja oder Nein beantworten, sondern sollte hier eine individuelle Entscheidung zum Wohle des Kindes treffen - und zwar VOR der Aufnahme!!! Wenn ich z.B. an unsere dauerbeatmeten Kinder oder Kinder im Wachkoma denke, so stellt diese Situation für alle Betroffenen eine große Herausforderung, teilweise auch Überforderung dar und ich weiß nicht, ob es noch den Bedürfnissen des Kindes entspricht, diese auf einer Inklusionsschule einzuweisen, wenn von vornherein abzusehen ist, dass die fachlichen und personellen Voraussetzungen nicht erfüllt werden können!

Für andere Kinder dagegen kann die Inklusion, wenn sie richtig gelebt wird, eine Chance für die persönliche Weiterentwicklung bedeuten! Nicht richtig gelebte Inklusion dagegen kann sehr schnell zur Exklusion führen. Inklusion sollte deshalb im Vorfeld gut überlegt werden und nach einer positiven Entscheidung aller Beteiligten und der richtigen Einstellung zur Inklusion keine Frage mehr des Ob, sondern nur eine Frage des Wie sein!!!

Kinder mit einem Handicap haben erfahrungsgemäß größere Schwierigkeiten, sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden und sollten daher für Experimente zu schade sein, da diese noch mehr darauf angewiesen sind, dass wir ihnen Wurzeln und somit Sicherheit bieten!!

Unser Hauptaugenmerk bei der Erziehung unserer Kinder ist neben Liebe und Anerkennung, dass wir sie zu selbständigen und verantwortungsbewussten Erwachsenen erziehen, um ihnen ein möglichst selbständiges Leben zu ermöglichen. Dieses ist jedoch nur dann realisierbar, wenn auch beeinträchtigte Kinder nicht vom gemeinsamen Bildungsprozess ausgeschlossen werden und auch sie die Chance erhalten auf ein selbständiges Leben.

Barrieren – gleich welcher Art – sind durch entsprechende Hilfestellungen seitens der Gemeinschaft auszugleichen und nicht bei der erstmöglichen Problemsituation in Frage zu stellen. Jedes Kind hat ein Recht auf individuelles Lernen und gerade bei Kindern mit einem speziellen Bedarf ist es m. E. nicht wichtig, in welchem Tempo es Fortschritte macht, sondern DASS es Fortschritte macht!

Die Frage nach der „Inklusionsfähigkeit“ sollte somit nie an das einzelne Kind, sondern immer nur an die Einrichtungen wie Schule und Kindergarten, sowie an das gesamte Bildungssystem gestellt werden.

Neben einer inneren Schulreform ist es daher notwendig, nun auch eine äußere Reform der Strukturen anzugehen und die Schulgesetze sowie die Lehrer/-innenbildung gemäß den Anforderungen der Behindertenrechts-Konvention schrittweise zu ändern.

Bevor die Inklusion jedoch von den Verantwortlichen nicht verinnerlicht wurde, macht es wenig Sinn, die äußere Umsetzung zu realisieren, da es zum Scheitern verurteilt wäre, denn alles was ich beginne hat seinen Ursprung im Kopf.

Walt Disney hat einmal gesagt „ if you can dream it, you can do it“
Was ich mir vorstellen kann, kann ich erreichen.

Wer sich Inklusion also nicht vorstellen kann oder die falschen Motive damit verfolgt, sollte besser von vornherein die Finger davon lassen, denn es wäre zu schade um unsere Kinder!!! Wie bei allem, gibt es auch im Bereich der Inklusion ein Für und Wider.

Egal wie Sie sich entscheiden, finden Sie bei unseren Partnern adäquate Ansprechpartner, welche Ihnen gern behilflich sind.