Ein junger Mann im Rollstuhl und drei junge Menschen arbeiten an PCs
Arbeit für junge Menschen mit Handicap

Arbeit für Menschen mit Handicap

Menschen mit Behinderung haben es am Arbeitsmarkt noch immer sehr schwer. Woran liegt das?

Wer behindert ist, hat es auf dem deutschen Arbeitsmarkt nicht leicht. Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern sind zwar gesetzlich verpflichtet, fünf Prozent ihrer Stellen mit Schwerbehinderten zu besetzen. Doch immer noch zahlen viele Arbeitgeber lieber eine Ausgleichsabgabe, als Menschen mit Behinderungen einzustellen.*

Eine Studie der Bertelsmann Stiftung kam zu folgendem Ergebnis:

Berufsausbildung junger Menschen mit Behinderung
Ausgewählte Ergebnisse

  • 24,1 Prozent der befragten Betriebe bilden Jugendliche mit Behinderungen aus
  • 45 Prozent sind zwar Ausbildungsbetriebe, haben aber keine Erfahrung mit behinderten Auszubildenden
  • je größer der Betrieb ist, desto größer die Ausbildungserfahrung von Jugendlichen mit Behinderung
  • 87 Prozent der Betriebe, die keine behinderten Jugendlichen ausbilden, gaben als Grund die fehlenden Bewerber an und 67 Prozent die hohen Anforderungen der Tätigkeit
  • 47,1 Prozent der Betriebe, die behinderte Jugendliche ausbilden, machen überwiegend positive Erfahrung (nur 8,5 Prozent überwiegend negative Erfahrungen)

Bei der von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegebenen Studie wurden im Frühjahr 2014 insgesamt 1.011 ausbildungsberechtigte Betriebe zur Ausbildung von Jugendlichen mit Behinderung befragt.

„Was von der Norm abweicht, erscheint vielen fremd.“

Viele Unternehmen denken bei dem Begriff Handicap gleich an "nicht barrierefrei". Jedoch ist nicht jeder junge Mensch mit einem Handicap unbedingt auf ein barrierefreies Umfeld angewiesen, denn die Arten der Behinderungen sind sehr unterschiedlich. Was spricht dagegen, einen Jugendlichen mit einer seelischen Behinderung oder eine CP am Bein mit Orthese, der jedoch ansonsten fit ist, z.B. für eine Bürotätigkeit einzusetzen?

Wir lesen es immer wieder in den Medien:

Ausbildungs- und Arbeitsplätze können mangels Bewerbern nicht vergeben werden – Fachkräfte fehlen. Warum hier nicht einem jungen Menschen mit einem Handicap eine Chance geben? Im Zeitalter der Inklusion sollte dies eigentlich selbstverständlich sein, aber die größten Barrieren finden leider oftmals in unseren Köpfen statt.

Wir und unsere Partner möchten den ersten Schritt gehen, um hier die ersten Barrieren zu eliminieren, denn nur, wenn ich als Unternehmer während eines unkomplizierten Kennenlernen, z.B. durch Praktikum oder Zeitarbeit feststelle, dass meine Ängste unbegründet waren und sich die Arbeit mit einem behinderten jungen Menschen viel angenehmer gestaltet, als ich mir das vorstellen konnte, haben wir einen ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht und können uns vielleicht im zweiten Schritt vorstellen, diesem jungen Menschen auch einen Ausbildungs-/Arbeitsplatz anzubieten.

Wir freuen uns über Unternehmen, die bereit sind, auch jungen Menschen mit einem Handicap eine Chance zu geben, denn Inklusion geht uns alle an und schon morgen könnte auch Ihr Kind betroffen sein und Sie wären vermutlich ebenfalls dankbar, wenn auch Ihr Kind die Chance bekommt, trotz Handicap natürlich am gesellschaftlichen (Berufs-)Leben teilhaben zu dürfen.

Wir helfen

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