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Das Integrations- und Therapiezentrum [ITZ] in Wolfenbüttel verfolgt eine einfache Strategie - erst zuhören, was gebraucht wird. Und dann machen.

 

Als „hemdsärmelig, im positiven Sinne“ wurde Thomas Stoch, Leiter des Wolfenbütteler Integrations- und Therapiezentrums (ITZ) kürzlich in einem Presseartikel beschrieben. Ein Mensch, der die Ärmel hochkrempelt und Projekte ins Leben ruft, die gebraucht werden.

 

Gebraucht von Menschen mit Behinderungen, ihren Angehörigen und ihrem Umfeld. Innerhalb der letzten 13 Jahre hat Stoch in Wolfenbüttel eine breite Angebotspalette entwickelt. Es gibt immer noch nicht sehr viele DRK Verbände, die sich in der Behindertenhilfe engagieren. „Eigentlich erstaunlich“, erklärt der Diplom-Sozialarbeiter und Bereichsleiter beim DRK Kreisverband Wolfenbüttel. „Denn gerade heute ist es sehr reizvoll, sich als neuer Anbieter zu etablieren. Traditionelle und große Träger tun sich oft schwer, inklusive Angebote zu entwickeln, Kundenwünsche zu erkennen und neue Wege zu gehen. Wir haben dagegen sehr positive Rückmeldungen zu unseren Angeboten.“

 

Über 800 Familien werden betreut

 

Mittlerweile rund 800 Kunden zählt die Einrichtung, sie beschäftigt 180 Mitarbeiter, es engagieren sich über 150 Menschen ehrenamtlich. Der Startschuss erfolgte im Jahr 2003 mit der Eröffnung eines Familienentlastenden Dienstes (FED) dank einer Unterstützung durch die Aktion Mensch. Das Team des FED bietet Unterstützung in der Häuslichkeit, attraktive Gruppen- und Freizeitangebote, Beratung von pflegenden Angehörigen, hilft beim Ausfüllen von Anträgen – und hört zu. „Aus dem Austausch mit den Familien sind unsere weiteren Angebote hervorgegangen“, sagt Stoch. „Wir erfahren im Gespräch mit den Kunden, wo es hakt und suchen eine Lösung. Da muss man manchmal kreativ sein.“

 

„So haben wir als logischen nächsten Schritt unsere Autismusambulanz eröffnet“, ergänzt Petra Kaschefski. Die Ergotherapeutin unterstützt mit ihrem Team in den großzügigen Räumlichkeiten des Zentrums Menschen mit Autismus, informiert und berät Familienmitglieder und organisiert Schulungen für Lehrer und Mitarbeiter anderer Einrichtungen.

 

Flexibilität ist gefragt

 

In den vergangenen Jahren kamen weitere Angebote hinzu: eine Praxis für Ergotherapie mit einem Bewegungsbad. Die Abteilung Schulbegleitung unterstützt derzeit rund 100 Schüler mit Behinderungen in Förder- und Regelschulen. Pädagogische Mitarbeiter des ambulant betreuten Wohnens helfen Betroffenen, das Leben in den eigenen vier Wänden zu meistern. Junge Menschen mit Behinderungen werden in der Wohnschule auf ein künftiges Leben in Selbstständigkeit vorbereitet. Einige von ihnen leben in einer eigenen kleinen Wohngruppe im Haus (stationäres Trainingswohnen). Eröffnet wurden auch schon zwei Integrationsbetriebe und ein Fachdienst für berufliche Eingliederung, um Hilfen im Bereich Arbeit und Beschäftigung anbieten zu können.

 

Inklusion ist, wenn keiner mehr darüber redet

 

 „Uns ist es wichtig, nicht so viel über Inklusion zu reden, sondern einfach zu machen“, erklärt Stoch. Die Entwicklung des ITZ zeigt, wie es geht wenn sich Angebote am Bedarf orientieren und flexibel an neue Herausforderungen angepasst werden. Impulse und Ideen holt sich das Team der Einrichtung auch aus anderen Ländern. „Wir haben vor einem Jahr die internationale Konferenz der ISBA (International Short Break Association) in Wolfenbüttel organisiert, einem weltweiten Zusammenschluss von Anbietern flexibler Hilfen. Die nächste ISBA Konferenz findet im September 2016 in Edinburgh statt. Die Wolfenbütteler reisen gleich mit 40 Personen nach Schottland, verbinden die Konferenz mit einer Familienfreizeit in den Highlands. Die mitreisenden Eltern werden sich vor Ort mit schottischen Familien treffen, denn ein Austausch und Informationen sind auch für sie wichtig. „Zu sehen wie Inklusion in anderen Ländern umgesetzt wird, macht Mut und zeigt, was zukünftig auch bei uns möglich ist. Wir freuen uns schon alle sehr darauf!“

 

Ggf in einem Info-Kasten… Infos zur Einrichtung in Wolfenbüttel:

www.itz-drk.de

Infos zur ISBA Konferenz in Edinburgh, Schottland  (13.-15. Sept. 2016):

www.isba.me

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