Förderverein / Philosophie
Julian - Ein Leben voller Kampf und Wunder
Julian kam, bedingt durch eine Plazenta Praevia (einer Ablösung des Mutterkuchens und damit verbundenem Sauerstoffmangel) und zahlreichen ärztlichen Behandlungsfehlern, in der
30. Schwangerschaftswoche zur Welt. Am 3. Tage erlitt er eine Gehirnblutung 3.Grades mit anschließenden Liquorstauungen und einem Hydrocephalus, im Volksmund auch Wasserkopf genannt. Sein Muskeltonus war hypoton mit Verdacht auf Spastik und Epilepsie.
Durch die Behinderung meines Sohnes hat sich unser Leben vollkommen verändert.
Leider mussten wir sehr schnell feststellen, dass wir nicht nur mit dem gesundheitlichen Handicap meines Kindes zu kämpfen hatten, sondern noch vielmehr mit den Reaktionen der Außenwelt.
Hier war u.a. von einer „Strafe Gottes“ die Rede und das „solche“ Kinder zu Hitlers Zeiten vergast wurden. Teilweise sogar Äußerungen aus der Familie, die mir berichteten, dass sie beten, dass mein Sohn stirbt, da es ja wohl unmöglich mein Wille sein kann solch einen Krüppel großzuziehen.
Nächtliche Blaulichteinsätze wurden von einigen Nachbarn als willkommenes Ereignis angesehen um neuen Gesprächstoff zu sammeln. So sind wir aufgrund dieser und ähnlicher Situationen vier mal umgezogen um endlich eine Wohnung und ein Umfeld zu finden in dem mein Sohn so akzeptiert wird wie er ist und in der mit meinem Kind und nicht über mein Kind gesprochen wird.
Für uns begann mit der Geburt meines Sohnes ein schwerer Kampf - gegen die Reaktionen der Umwelt, vor allem jedoch um die Genesung meines Kindes mit diversen Therapien und Krankengymnastik. Doch ein Aufgeben kam uns nie in den Sinn (auch wenn mir damals manchmal danach zumute war).
Von einer Freundin, einer Heilpraktikerin, erfuhr ich von der Cranio-Sacralen-Therapie. Sie erklärte mir, dass wir mit Hilfe dieser Therapie, in Verbindung mit Vojta (einer bestimmten Krankengymnastik), Chancen haben, die Motorik von Julian zu normalisieren. Sie sagte mir aber gleichzeitig auch, wenn wir
diese Therapien nicht durchführen, würde mein Sohn nie laufen lernen. Obwohl die Cranio bei sehr vielen Ärzten umstritten war, hörte ich auf den Rat meiner Freundin und suchte nach einer passenden Therapeutin.
Mit Hilfe der Cranio und unserer Krankengymnastin sind wir von einer Shuntversorgung (einem Ventil im Gehirn zum Ablauf des Gehirnwassers) verschont geblieben.
Die ersten sichtbaren Erfolge gaben mir wieder Mut, weiter zu machen - und so zogen wir die Behandlung konsequent durch, obwohl ich für die Überbrückung im Erziehungsjahr, die Heilpraktikerbehandlungen und die zahlreichen Fahrten zu Therapien und Ärzten mehr als 20.000 Euro, teilweise über Kredit finanzieren musste. Doch was bedeutet Geld, wenn es um die Gesundheit eines Kindes geht? Mehr noch: Mein Sohn hat heute nur noch eine Entwicklungsverzögerung und wir haben Hoffnung, dass Julian später einmal ein selbständiges Leben führen wird. Allein diese Tatsache wiegt jede durch gestandene Entbehrung wieder auf.
Behindert – Schicksal ohne Chance?
Jeder von uns kennt das: wer krank ist, braucht Hilfe. Doch das ist oft nicht so einfach, wie es sich anhört. Vor allem dann nicht, wenn man zu den chronisch Kranken gehört, weil eine Behinderung ständig eine medizinische und therapeutische Betreuung erfordert. Soll man nur auf die eine, klassische Behandlungsmethode vertrauen oder es auch mal mit alternativen Therapien versuchen? Wenn sich Patient oder Betreuer für Letzteres entscheiden, was dann? Wohin können sich Interessierte wenden, um über entsprechende Therapien, Anwender und das weitere nötige Drumherum zu erfahren?
Es ist tragisch genug, wenn ein Kind mit einer Behinderung zur Welt kommt. Geradezu erschreckend ist es allerdings, wenn erkannt wird, dass das soziale Netz gerade für diese besonderen Kinder, - die eine intensive Förderung DRINGEND benötigen-, nicht mehr stabil genug ist. – Hier ist dringend Hilfe erforderlich.
Ich glaube, dass ich für viele betroffene Eltern spreche, wenn ich sage, dass man in so einem Fall nach jedem noch so kleinen Strohhalm greift.
Die Mühsal der betroffenen Eltern, Hilfe und Unterstützung zu finden, haben bei mir schon vor 15 Jahren, also lange vor der Geburt meines Sohnes, die Idee eines Netzwerkes aufkommen lassen. Ich hatte auch schon erste Kontakte geknüpft und mit Vorarbeiten begonnen, als mein Mann starb und ich andere Probleme zu lösen hatte. Nach der Geburt meines Kindes kam der Gedanke erneut und so begann ich mit dem Aufbau des Delphin-Netzwerk.
Betroffenen Eltern, die kompetente Antworten auf ihre Fragen suchen und sich auch einen Überblick über die komplexen Fördermöglichkeiten wünschen, steht jetzt das Netzwerk als Ratgeber zur Verfügung. Informationen über alternative Therapien, wie Delphin-, Kamel- oder Alpaka - Therapie sind hier genauso selbstverständlich wie hilfreiche Tipps zu behindertengerechten Fahrzeugumbauten und rechtlichen Angelegenheiten.
Wer sich in Ruhe informieren möchte, kann in unserem Magazin „Delphin Netzwerk – Ganzheitliche Therapien & mehr“ viele Ratschläge, Tipps und Erfahrungsberichte nachlesen.
Die wichtigsten Helfer - die Delfine
Delfine sind sehr liebenswerte Tiere und gelten als intelligent, freundlich und hilfsbereit. Sie retten nicht nur Menschenleben, sondern werden auch als "Therapeuten" eingesetzt. Eine Begegnung mit ihnen löst Euphorie und Glücksgefühle beim Menschen aus.
Delfine haben schon seit ewigen Zeiten eine positive Ausstrahlung auf uns Menschen und begleiten uns wie Freunde durchs Leben. Das Lächeln und die Stimme eines Delfins lässt Kinder schneller lernen und ihr Selbstbewusstsein wird gefördert. Die Sensibilität, mit welcher der Delfin auf das Kind zugeht, zeigt die Intelligenz dieser besonderen Wesen des Meeres. Ihre Stimme klingt fröhlich und fordert auf, selbst wieder fröhlich zu sein. Ihre Art zur Nachahmung von Gesten macht sehr viel Spaß und das Kind will auch erleben, wie er sich anfühlt, zu schwimmen und in die Hände zu klatschen. Schon nach kurzer Zeit kann sich ein solches Erfolgserlebnis für die beiden neuen Freunde einstellen.
Da Delfin-Therapien jedoch sehr teuer und diese für verschiedene Familien nicht finanzierbar sind, einige Familien nicht fliegen können oder möchten, bieten wir mit dem Delphin Netzwerk auch kostengünstige alternative Therapien in Deutschland an.
Langfristig ist es unser Ziel eine eigene Therapieeinrichtung für besondere Kinder aufzubauen.
Die Delfine können wir leider nicht nach NRW holen, aber eine Delfin-Energie-Therapie, andere tiergestützte und ganzheitliche Therapien können wir umsetzen. Und damit sind wir schon bei unserer Vision der eigenen Therapieeinrichtung
Delfin-Energie-Therapie, Castillo morales, Cranio, Musiktherapie, Reittherapie sowie der Einsatz von Therapiehunden und Lamas. – und das alles unter einem Dach!!
In dem geplanten Wohnhaus sollen neben den zuvor genannten Therapien Räumlichkeiten entstehen, die alle relevanten Therapien unter einem Dach vereinen: Physio, Logo, Ergo und Lerntherapien, sodass die besonderen Kinder in familiärer Umgebung gefördert werden können. Auf dem angrenzenden Grundstück werden Pferde, Lamas und Hunde genügend Auslauf haben, Platz für reittherapeutische Anwendungen inklusive.
In den Ferienzeiten wird es dort eine integrative Betreuungsgruppe geben um den Kindern einen entspannten Urlaub und den Eltern Entlastung vom Alltag zu bieten.
Wir haben viele weitere Ideen, die wir mit unserem Netzwerk umsetzen und möglichst vielen Eltern behinderter oder förderbedürftiger Kinder anbieten möchten.
Meinem Sohn brachten die Aufenthalte bei den Delfinen und andere ganzheitliche Therapien einen entsprechenden Entwicklungsschub und so hoffen wir, dass wir mit dieser Einrichtung vielen weiteren besonderen Kindern helfen können. Am Erfolg einer Delphintherapie und anderen ganzheitlichen Therapien, die in Deutschland noch nicht von den Krankenkassen anerkannt - und damit auch nicht bezuschusst – werden zweifeln all jene nicht, die damit positive Erfahrungen gemacht haben. Dennoch kommen nur wenige Familien aus Kostengründen in die Lage, ihrem behinderten Kind diese Therapien bieten zu können. "Wir wissen, dass viele Eltern es nicht schaffen und aufgeben. Deshalb wollen wir mit unserem Netzwerk Möglichkeiten für Therapietage und -nachmittage vor Ort schaffen, wollen Gesprächspartner sein und gleichzeitig zeigen, dass unsere Kinder trotz ihrer Einschränkungen Glücksmomente erleben können."
Wir hoffen bei diesem Vorhaben auf einen guten Ausgang unseres Prozesses gegen die Geburtsklinik meines Sohnes und auf das Engagement von Sponsoren damit wir auch diesen Traum bald verwirklichen können.
"Glück kann man nicht kaufen - man kann es nur verschenken". Schenken Sie besonderen Kindern Ihre Aufmerksamkeit und die Hoffnung auf ein selbständiges Leben.
Wir helfen Kindern - helfen Sie uns
Delphin-Netzwerk
Hildegard Thöne
Spendenkonto: 2515617 BLZ 47251740 Sparkasse Delbrück
www.delphin-netzwerk.de



